Alternativen zum Handyvertrag - Prepaidkarten
Vieltelefonierer, also Handynutzer die ihr Mobiltelefon nicht nur zur Erreichbarkeit und eher wenige wichtige Telefonate nutzen, sondern täglich auch längere Gespräche über das Handy führen, sind mit einem auf ihre Bedürfnisse hin passenden Handyvertrag im Grunde immer am Besten bedient.
Nicht nur dass mit dem richtigen Vertrag bereits bei relativ geringer Grundgebühr recht hohe Mengen an Inklusivminuten oder auch Frei-SMS inklusive sind, auch darüber hinaus gehende Gesprächsminuten werden vielfach zu sehr günstigen Tarifen angeboten. Reicht ein solches Kontingent an Freiminuten regelmäßig nicht aus und fallen dadurch noch entsprechende Summen für die weiteren Gespräche an, lohnt sich häufig auch eine Flatrate.
Nachdem die ersten Anbieter von Handyflatrates sich zunächst immer nur auf das eigene Handynetz und das Festnetz beschränkten, gibt es heute sogar die Möglichkeit, für eine entsprechend hohe monatliche Grundgebühr, in alle Handynetze und das Festnetz ohne weitere Kosten zu telefonieren.
Ein recht neuer Mitspieler auf diesem Markt ist Congster, eine Tochtergesellschaft der Telekom, welche bisher nur im Bereich der DSL-Flatrates aktiv war, nun aber auch in den Handymarkt eingestiegen ist. Bei Congster ist es möglich sich seine Flatrate frei zusammen zu bauen. Für jedes Handynetz und das Festnetz gibt es jeweils eine einzelne Flatrate mit eigenem Preis, der Kunde sucht sich einfach die für ihn wichtigen Netze aus und kann so die Kosten für das Gesamtpaket begrenzen.
Die Preise für mobile Telefonie sind in den letzten Jahren immer weiter gesunken und werden dies wohl auch in Zukunft noch tun, doch leider kann nicht jeder an dieser Entwicklung voll teilhaben. Für all die oben genannten Möglichkeiten eines günstigen Handyvertrags verlangen die Anbieter eine entsprechend gute finanzielle Lage des Kunden, also eine gute Bonität. Ähnlich wie Banken bei der Vergabe eines Kredits sich zunächst vergewissern dass der Kunde auch zahlungskräftig ist, tun dies auch alle Anbieter von Handyverträgen. Liegt ein negativer Eintrag bei der Schufa oder einer ähnlichen Organisation wie der CreditReform vor, wird der Handyvertrag in der Regel verweigert.
Bereits seit einiger Zeit haben sich einige wenige Firmen darauf spezialisiert diesem Kundenkreis dennoch einen Handyvertrag zu verschaffen. Bei solchen Angeboten ist jedoch äußerste Vorsicht angeraten, denn solche Verträge halten für gewöhnlich nicht was sie versprechen. Um überhaupt in den Genuss eines solchen Vertrags zu kommen wird häufig zunächst eine Kaution verlangt, welche hinterlegt werden muss um etwaige Zahlungsausfälle auszugleichen. Außerdem bieten diese Handyverträge Konditionen, die keineswegs dem heutigen Stand entsprechen. Grundgebühren von bis zu 15 Euro bei nur relativ wenigen Freiminuten sind die Regel und auch die Kosten für weitere Gespräche und SMS sind hier vielfach teurer als bei üblichen Verträgen.
Auch wenn die Werbung oft schönes verspricht, sind für die meisten Menschen in einer solchen Situation Prepaidkarten die beste Wahl. Heutige Prepaidkarten können mit ihren Tarifen zwar nicht mit den besten derzeit angebotenen Verträgen mithalten, ist der Abschluss eines solche Vertrags jedoch nicht möglich, bleibt nur noch die Wahl zwischen einem deutlich schlechteren Handyvertrag oder einer Prepaidkarte.
Aufgrund der fehlenden Grundgebühr, nicht vorhandenen Mindestumsätzen und gesunkenen Prepaid Tarifen, bieten Prepaidkarten heute jedoch eine gute Leistung für alle Wenigtelefonierer und jene Vieltelefonierer die aufgrund ihrer Bonität nicht jeden Vertrag abschließen können.
| Author: | Alexander Bertram |
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