Schmuck mit ungewöhnlichen Steinen
Axinit und Azurit sind klangvolle Namen, und sie stehen für außergewöhnliche Edelsteine, aber Schmuck mit diesen Steinen ist selten und schwer zu bekommen. Aber es lohnt sich.
Axinit tritt in sehr unterschiedlichen Färbungen auf, abhängig von Beimischungen von Eisen, Mangan oder Magnesium. Axinit kommt vor in metamorphen Gesteinen und Graniten, in Drusen und Pegmatiten, meist in Begleitung von Zoisit und Apatit. Die Farbpalette reicht von gelb und orangefarben über braun (=Tinsenit), grün, blaugrau (=Magnesioaxinit) bis violett. Axinit ist durchsichtig oder durchscheinend mit Glasglanz und weist in seltenen Fällen einen Alexandriteffekt (Farbwechsel je nach Lichtbedingungen) auf. Seine härte wird mit 6,5 bis 7 nach Mohs angegeben.
Die Form der Kristalle des Axinit ist scharfkantig und beilförmig, weshalb er nach dem griechischen Wort „axina“ für Axt seinen Namen erhielt.
Erste Erwähnung fand der Axinit schon 1797. Er wird gefunden in Italien, Frankreich, der Schweiz, Polen, Norwegen, den USA und Brasilien.
Schmuck mit Axinit ist wärmeempfindlich und sollte vor Stoß bewahrt werden. Bei der Hausarbeit empfiehlt es sich also, den Schmuck abzulegen. Gereinigt werden sollte er nur mit Seifenwasser.
Dem Namen „Azurit“ hört man seine blaue Farbe schon an. Er kann von hell- bis dunkelazurblau oder auch blauviolett gefärbt sein mit hellblauer Strichfarbe. Es gibt den Azurit undurchsichtig und durchscheinend, jeweils mit Glasglanz. Die schöne Blaufärbung macht den Azurit besonders geeignet für den Einsatz in Silberschmuck, da die Kombination Silber und Blau eine besondere Frische ausstraht.
Als tiefblaues Pigment zum Malen fand Azurit schon im alten China, zu Pulver zermahlen, Verwendung.
Azurit kommt häufig zusammen mit Malachit vor, die beide dort gebildet werden, wo kupferhaltiges Gestein sickerndem Wasser ausgesetzt und dadurch umgewandelt wurde. Mitunter sind auch Azurit und grüner Malachit zu ungewöhnlichen Farbkombinationen verwachsen. Das Ergebnis nennt man Azurmalachit.
Gefunden wird Azurit im Schwarzwald, in der Gegend von Lyon in Frankreich, in Zaire bei Katanga, im Ural in Russland und in Arizona (USA). Azurit ist ein Leitmineral für Kupfererze. Er wird aber auch als Schmuckstein geschliffen eingesetzt, meist als Anhänger, und zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet. Schmuck mit Azurit sollte vor Stoß und Druck geschützt werden, da der Stein spröde und weich ist. Auch hohen Temperaturen sollte er nicht ausgesetzt werden.
| Author: | Susan Mueller |
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