Europäische Reiseziele – Rhodos, Korfu, Mykonos und Gran Canaria
Diente Reisen in früheren Zeiten noch häufig der Forschung oder dem Handel, so hat heute im Zeitalter des Massentourismus Reisen oft nur einen Zweck, nämlich Urlaub. Der Ausbau der internationalen Fluglinien und der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Krieg haben weite Teile der Bevölkerung in die Lage versetzt zu Reisen. Urlaub im Süden, wo die Sonne immer zu scheinen scheint, ist beliebter denn je.
Sehr beliebte Reiseziel bieten die Länder am Mittelmeer, hier vor allem neben der Türkei Griechenland und seine Inseln. Kreta, Rhodos, Korfu und Mykonos werden jährlich von Millionen von Urlaubern aus ganz Europa besucht. Kreta ist die größte griechische Insel – die fünftgrößte im Mittelmeer überhaupt. Aber nicht weniger großen Zuspruch unter Touristen finden Rhodos, Korfu und Mykonos.
Rhodos begeistert mit seiner Geschichte, deren Spuren man in den Gassen der mittelalterlichen Altstadt von Rhodos Stadt noch zu Hauf finden kann. Die Altstadt von Rhodos ist die touristische Hauptatraktion der Insel. Innerhalb der teilweise noch erhaltenen Festungsmauern, die die Altstadt vor türkischer Eroberung schützen sollten, pulsiert auch Heute noch das Leben. Kein Wunder – werden doch die alten historischen Gebäude noch von rund 6000 Menschen bewohnt. In Rhodos Altstadt reihen sich Tavernen und kleine Geschäfte aneinnander. In den Gassen läßt sich wunderbar bummeln und shoppen. Rhodos ist bekannt für seinen Goldschmuck und Lederwaren, die zollfrei ausgeführt werden dürfen.
Korfu hingegen besticht mit seiner Landschaft und ihrem ewigem Grün der Vegetation. Korfu verdankt das den überall angepflanzten Olivenbäumen, welche zum Teil über 700 Jahre alt sind. Die Venezianer hatten wärend ihrer Herrschaft den Anbau von Olivenbäumen vorangetrieben, um mit dem aus den Oliven gewonnenem Öl ihre Öllampen betreiben zu können. Olivenöl ist aber auch heute, neben dem Hauptfaktor Tourismus, noch ein wichtiges Standbein der Wirtschaft auf Korfu. Ausserdem hat das Olivenöl auf Korfu eine hervoragende Qualität. Tourismus und Landwirtschaft haben Korfu nach dem Krieg nicht nur vor dem Verfall bewart, sondern zu einer der reichsten Regionen Griechenlands gemacht. Korfu war schon in vergangenen Jahrhunderten für große Persönlichkeiten reizvoll. Sissi, Kaiserin Elisabeth von Österreich lies sich auf Korfu ganz in der Nähe der Hauptstadt Korfu Stadt, auch Kerkira genannt, eine alte Villa zu ihrem Sommerschloss, dem Achillion, umbauen. Das Achillion ist heute ein Museum was besichtigt werden kann. Das Achillion ist damit eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Korfu.
Mykonos gehört zur Inselgruppe der Kykladen. Die Insel ist nicht sehr groß und auch landschaftlich weniger reizvoll. Dennoch wurde Mykonos Reiseziel des Jetset. Hat doch Mykonos trotz seiner geringen Größe auch einen internationalen Flughafen. Mykonos gehört seitdem zu den etwas exklusiveren, und damit auch leider teureren Urlaubsgebieten in Griechenland. Das Markenzeichen von Mykonost sind die Windmühlen, welche aufgrund der immer herrschenden Winde auch Sinn machen, und seine so genannte Kykladenarchitektur, welche sich in den weißen Häusern mit flachen Dächern und bunten Türen und Fensterrahmen ausdrückt. Sie wird von manchen sogar schon als kitschig empfunden. Was nie fehlen darf sind mit prächtigen Blumen geschmückte Balkone und Fensterbänke. In der Haupstadt, Chora genannt, findet man gemütliche Tavernen, die besonders im Stadtteil Klein Venedig wegen ihrem schönem Meerblick sehr beliebt, aber nicht unbedingt billig sind. Auch Edelboutiken der bekannten internationalen Mode, Schmuck und Parfüm Marken sind typisch für Mykonos Stadt. Edwas edler eben alles, als auf anderen Inseln Griechenlands.
Neben den griechischen Inseln üben vor allem auch die Kanarischen Inseln eine hohe Anziehungskraft auf Touristen aus. Zu den Kanaren zäht man 7 Inseln im Atlantik, westlich des afrikanischen Festlands gelegen. Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura sind die bekanntesten. Wie andere Kanareninseln zieht auch Gran Canaria Besucher in sechstelliger Höhe jährlich an. Ist Gran Canaria doch wie seinen Schwesterinseln auch eines gemein – das ganzjährige milde Klima, welches durch den Golfstrom hervorgerufen wird. Gran Canaria jedoch wird auch als Miniaturkontinent bezeichnet, sind doch die Unterschiede im Klima und Vegetation, als auch landschaftlichem Aufbau sehr vielfältig. Ist es im Norden feucht genug eine grüne Flora wachsen zu lassen, so beeindruckt der Süden von Gran Canaria mit Traumstränden, reichlich Sonne und felsiger Gebirgslandschaft mit spärlicher Vegetation. Die Hauptstadt von Gran Canaria, Las Palmas, liegt im Norden der Insel. Hier lebt der Großteil der Bevölkerung von Gran Canaria – etwa 700 000 Menschen. Der Südteil von Gran Canaria gehört den Touristen. Hier befindet sich mit den Dünen von Maspalomas auch der schönste und größte Strand. Auch die Touristenorte Playa del Ingles, Maspalomas, Puerto de Mogan und Puerto Rico liegen hier im Süden von Gran Canaria. Ganz in der Nähe von Maspalomas findet man auch den bekannten Natur und Tierpark auf Gran Canaria – den Palmitos Park. 2007 wurde er wärend der fürchterlichen Brände auf der Insel schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Verantwortlichen auf Gran Canaria hoffen aber ihn im August 2008 neu zu eröffnen zu können.
| Author: | Peter Schäller |
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