Ausgabeaufschlag bei Fonds
Der Kauf von Fonds gehört schon fast zum guten Ton bei deutschen Privatanlegern. Kein Depot, in welchem sich nicht mindestens ein Fonds befindet, der entweder per Einmalanlage oder als Sparplan bespart wird.
Auch die Einführung der Abgeltungssteuer wird an der Bedeutung von Fonds für die Geldanlage der Privatverbraucher nichts ändern, denn es gibt keine andere Anlageform, die dem Anleger die Streuung auf verschiedenste Einzelwerte durch den Kauf eines einzelnen Titels ermöglicht, und dabei sein investiertes Geld durch die Abgrenzung als Sondervermögen auch im Falle einer Bankenpleite sichert. Wie bei allen anderen Anlageformen, gibt es auch bei Fonds einige wichtige Dinge zu beachten.
Einer der wichtigsten Punkte ist dabei der so genannte Ausgabeaufschlag.
Der Ausgabeaufschlag stellt einen prozentualen Aufpreis auf den eigentlichen Wert der Fondsanteile dar und dient zur Deckung der Marketing- und Vertriebskosten der Fondsgesellschaft.
Für die Vermittler von Fonds oder auch Banken ist daher ein möglichst hoher Ausgabeaufschlag von Interesse, während es bei den Anlegern genau umgekehrt ist. Hier sollte auf einen möglichst hohen Rabatt oder den gänzlichen Verzicht auf Ausgabeaufschläge geachtet werden, ganz besonders wenn man den betreffenden Fonds per Sparplan besparen will.
Bei Fondssparplänen, bei denen der Anleger Monat für Monat eine fixe Summe in einen oder mehrere ausgewählte Fonds anlegt, wird der Ausgabeaufschlag nämlich von dieser monatlichen Rate abgezogen und steht für das eigentliche Investment nicht mehr zur Verfügung.
Welche Unterschiede sich daraus ergeben können, lässt sich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen:
Wenn man 30 Jahre lang einen Fonds per Sparplan mit einer monatlichen Rate von 100 Euro bespart und dabei zwischen zwei Anbietern A und B wählen kann, von denen A den Fonds mit fünf Prozent Ausgabeaufschlag und B denselben Fonds ohne Ausgabeaufschlag anbietet, dann ergeben sich bei einer angenommenen Wertentwicklung des Fonds von acht Prozent pro Jahr folgende Werte:
- bei Anbieter A werden nur für 100 / 1,05 = 95,24 Euro pro Monat Fondsanteile erworben, was einen Endbetrag von 134.673 Euro ergibt.
- bei Anbieter B hingegen fließen die vollen 100 Euro in den Kauf der Fondsanteile, was einen Endbetrag von 141.761 Euro ergibt.
Dieser Unterschied sollte verdeutlichen, wie wichtig es beim Kauf von Fonds ist, auf einen möglichst niedrigen Ausgabeaufschlag zu achten.
| Author: | Daniel Franke |
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