Absinth: wieder ein Luxusgetränk?
Ungefähr um das Jahr 1870 zwar Absinth ein absolutes Luxusgetränk und nur den Besserverdienenden vorbehalten. Einfache Bürger konnten sich Absinth aus finanziellen Gründen nicht leisten. Doch dann kam die Reblauskatastrophe, und alles änderte sich. Eine Weinernte nach der anderen vielen den Pelz zum Opfer, und dies nicht nur in einem Land fast ganz Europa war betroffen Reblaus wütete in Frankreich genauso wie in Deutschland. Eine Weinernte nach der anderen war betroffen und die Konsumenten verlegten ihren alkoholischen Konsum auf den Absinth.
Die Produzenten des Absinth, die Hersteller, nahmen die Gunst der Stunde wahr, änderten ihr Herstellungsverfahren und konnten somit Absinth billiger produzieren. Die Konsumenten stiegen fast gänzlich um auf Absinth. Der Grund ist einfach erklärt, so Absinthherstellung wurde nicht länger Branntwein sondern der erheblich billigere Brand aus Zuckerrohr oder Getreide, ein Industriealkohol verwendet. Dies macht die Absinth auch für den einfachen Arbeiter erschwinglich. Der Absinthkonsum stieg bis zum Ersten Weltkrieg noch einmal um das fünffache der bisher produzierten Menge.
Allerdings hat der Absinth in dieser Zeit schon viele Gegner, noch bevor er vom Luxusgetränk, zum alkoholischen Getränk für die breite Masse avancierte. Absinthgegner versuchten zu beweisen dass die Spirituose für das Übel der ganzen Welt verantwortlich war. Von der Kriminalität bis hin zur Syphilis, Wahnsinn, Tuberkulose, Impotenz und zum Alkoholismus.
Besonders konservativen und kirchliche Kreise waren den Absinth für das übrige Menschheit an Absinth wurde für den Sittenverfall der Menschen verantwortlich gemacht. In Zeitungen konnte man lesen, von einem führenden Journalisten: "ich bin für Wein und gegen Absinth, sowie ich für die Tradition und gegen die Revolution bilden". Absinthgegner verglichen Äpfel mit Birnen, und für die Konsumenten weiß bald unmöglich Absinthe zu kaufen.
| Author: | Celso Cardozo |
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